Vom Umdenken, “Arsch hochheben” und neuen Wegen

Jeder kennt “Quelle” und jeder weiß, dass unsere Eltern und Großeltern mit “Quelle” aufgewachsen sind. Die massiven Finanz-Probleme des ehemals größten Versandhauses Deutschlands kennt aber mittlerweile auch jeder…

Jetzt meldet die tagesschau, dass “Quelle” Kunde um Kunde verliert und die Bestellungen um 50 Prozent eingebrochen seien.
Wider besseren Wissens(?) beeilt sich Quelle-Sprecher Manfred Gawlas zu bekunden, “dies sei jedoch nur eine Momentaufnahme vom vergangenen Wochenende”.
Geschäftsführer Konrad Hilbers erklärt gleichzeitig, dass – als Folge der Verzögerung der Zahlung eines staatlichen Notkredits über 50 Millionen Euro – Quelle momentan vor allem das Geld fehle, um die Druckereien für den Winterkatalog zu bezahlen.

Umdenken!

Was mich daran am meisten ärgert ist die Tatsache, dass diese beiden Äußerungen genau das belegen, was jeder denkt und kaum einer laut sagt:
Anstatt in dieser Krise umzudenken, den “Arsch hochzuheben” und neue Wege zu beschreiten, hält man einzig und allein am letzten Strohhalm “Katalog” (einem Relikt aus alten Zeiten) fest.

Ein typisch deutsches Prinzip:
Was die letzten Jahrzehnte funktioniert hat, muss auch weiterhin funktionieren.”… komme, was wolle…

Wenn Unternehmen wie Quelle, Opel u. a. nicht jetzt endlich aufwachen, handeln und die notwendige Erkenntnis daraus ziehen, dass etwas an ihrem gebetsmühlenartig selbst-beweihräuchernden und selbst-schönredendem System nicht funktioniert – wann dann?

…und Quelle ist nur eines von vielen Beispielen der letzten Wochen und Monate.

Wenn es aber dort ankommt, wo es ankommen müsste, kann es auch in der Vergangenheit bleiben und muss nicht auch die Zukunft betreffen.

Also: Arsch und Ärmel hoch!
(…und nicht nur müde und pressewirksam wie von Noch-Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick)

Trotzdem viel Spaß Euch allen “da draußen”,
Eric

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